Erdgewächshaus mit Teich und Keller, Bauworkshop im Obst- und Gemüseanbau Teil 3

Datum & Zeit:
05.08. bis 14.08.2016

Veranstaltungskategorie:
Mitmachwoche

Veranstaltungsort
Permakulturpark am Lebensgarten Steyerberg


Mit Jean-Philippe Genetier und Michael Worseg

Zusammen bauen wir für den Gemüseanbau im Permakulturpark ein Erdgewächshaus, mit Erdkeller und Reflektionsteich.

Ein Erdgewächshaus ist ein Gewächshaus, das teilweise unterirdisch (1-1,5 m tief) gebaut wird, um die „Wärme“ von der Erde zu nutzen. In dieser Tiefe bleibt die Temperatur im Boden zwischen 5 °C im Winter und 15 °C im Sommer.

Es ist demnach ein frostfreies Gewächshaus ohne Heizung (passivsolar) für Pflanzenvoranzucht, Saisonverlängerung, Anbau von exotischen Sorten und
die Winterernte.

In unserem Konzept wollen wir, wie in einem Earthship, die lichtdurchlässige Fläche
auf der langen Südseite anbringen, um die Wintersonne einzufangen. Alle anderen
Flächen werden unterirdisch und wärmegedämmt sein. So entsteht der geringste Wärmeverlust.

An die Nordseite bauen wir einen Erdkeller, den wir zur Lagerung unserer Produkte für
die Biokisten nutzen.

Vor das Erdgewächshaus kommt ein Reflektionsteich. Der Teich wird das Regenwasser
von dem Gewächshaus speichern und im Winter die Sonne auf die lichtdurchlässige Südseite des Gewächshauses reflektieren.

→ → Update zur Planung des Erdgewächshauses  ← ←

Dies ist eine ältere Skizze. Die Planung macht Fortschritte. Die aktuelle Version der Zeichnung und weitere neue Informationen findet ihr weiter unten.

EPSON MFP image

→ Neue Infos zur Entwicklung der Erdgewächshaus-Planung (09.03.2016) ←

In den letzten Monaten haben wir die Planung für den Bau des EGH vertieft und vieles geändert, was durch bessere und/oder günstigere Alternativen ersetzt werden konnte. Wir wollen euch hiermit über die wichtigsten Neuerungen informieren und denken, dass es an dieser Stelle wichtig ist, darauf aufmerksam zu machen, dass die Planung und die Arbeitsschritte auch während der Bauphase offen und flexibel gehalten werden. Es kann so besser auf neue Erfahrungswerte und Informationen, die sich während des Baus ergeben, reagiert werden. Der offene Planungsprozess lädt zudem die Teilnehmer ein, sich mitdenkend einzubringen.

Die Detailplanung, der begrenzte finanzielle Rahmen und die bisher veranschlagten Kosten führten zu folgenden Veränderungen:

Die Größe des EGH wurde auf die Hälfte dimensioniert mit der Option auf einen nachträglichen Weiterbau, so dass es im hinteren Teil vorerst nur einen Kellerraum und ein Trockenlager gibt. So können wir beim ersten Mal Erfahrungen sammeln und ggf. beim Weiterbau Änderungen vornehmen, durch die Fehlerquellen, die vielleicht beim 1. Mal auftauchen, ausgeschlossen werden, Kosten noch einmal reduziert und Eigenschaften des EGH verbessert werden können. Es sei hier noch einmal betont, dass es kaum detaillierte Erfahrungswerte zu EGH der Art, wie wir es geplant haben, gibt.

Für den Erdkeller werden statt der Betonringe fertige Halbbögen aus Ton eingesetzt, die durch Beton miteinander verbunden werden und ein Gewölbe ergeben, dass Feuchtigkeit und Temperatur gut ausgleichen kann. Der Anschluss zum Erdreich bleibt nach unten hin offen.

Die Trennmauer zwischen Erdkeller und Gewächshaus wird aus Böschungssteinen, praktisch hohlen Betonsteinen errichtet, die dann mit Sand gefüllt und später hin sogar bepflanzt werden können. Dies kann geschehen, weil der Winkel, wie auf der Skizze zu sehen, geneigt ist und sich eine Art Treppenform ergibt. An diesem Beispiel lässt sich gut zeigen, welche Vorteile diese Änderung bringt: Die Steine lassen sich in kollektiver Arbeit und innerhalb eines flexiblen Zeitrahmens einer nach dem anderen setzen und füllen. Die Mauer hätte im Gegensatz dazu von einem Unternehmen fachkundig gegossen werden müssen. Das wäre sehr viel teurer geworden, die Mauer hätte im Voraus gesetzt und eine Trocknungszeit hätte einkalkuliert werden müssen. Eine Bepflanzung und der eigenermächtige Bau wären damit nicht möglich gewesen. Zudem können die Steine wieder einzeln abgetragen und ggf. wiederverwendet werden.

Hier die aktualisierte Skizze (Querschnitt, EGH=Erdgewächshaus, EK=Erdkeller):
03.2016_Bau-Skizze_300dpi

 

Der Kurs wird größtenteils aus praktischen Einheiten bestehen, mit einer Arbeitszeit von ca. sechs Stunden pro Tag. Jeden Morgen wird es jedoch eine Stunde Zeit für Theorie und gemeinsames Planen geben.

Vorgesehen sind auch zwei theoretische Abende für Erfahrungsaustausch und dem
Kennenlernen der gelebten Permakultur in Steyerberg:

Die Bauleiter sind unser Gemüsebauer Jean-Philippe genetier und Michael Worseg.
Wir bauen zum ersten Mal ein Erdgewächshaus und freuen uns über eure Unterstützung.

Anmeldung: anmeldung@permakulturpark.de oder
unter Tel: 05764 942252

Teilnahmebedingungen: Sind 6 Stunden Mitarbeit pro Tag, Gerne können Kinder die
älter sind als 8 Jahre mitmachen. Für jüngere Kinder empfinden wir diese Art
von Kurs als ungeeignet. Auch Hunde und andere Haustiere sollten zu Hause
gelassen werden.

Kosten: Die Teilnahmekosten sind ein symbolischer Beitrag von 25 €

Unterkunft:
Zelten auf dem PaLS-Gelände – kostenfrei.

Unterkunft möglich im Seminarbetrieb:
Doppelzimmer 180 €,
Einzelzimmer 270 €
Buchungen nur über den Seminarbetrieb:
seminare@lebensgarten.de, Tel:05764-2370

Verpflegung:
15€, für Erwachsene pro Tag für ein Frühstück und eine Warme Mahlzeit,
für Kinder bis 14 Jahre  frei
Es gibt vegan/vegetarische, biologgische Vollverpflegung mit selbsangebautem
Gemüse und Wildkräutern.

Den Gesammtbetrag bitte bis eine Woche vor Kursbeginn auf folgendes Konto überweisen: Permakulturpark am Lebensgarten  Steyerberg (PaLS) gGmbH
IBAN:DE78 2566 2540 0009 9104 00
BIC: GENODEF1STY
Volksbank Steyerberg

Der Empfang ist am 05.08.16 ab 16:30 Uhr. Beginn der Veranstaltung ist
um 18:30 Uhr mit einem gemeinsamen Abendessen. Ende ist am 14.08.16 um 14:30 Uhr mit einem gemeinsamen Mittagessen.

*Bitte unbedingt mitbringen: wetterfeste Arbeitskleidung (Gummistiefel, Regenjacke usw.), Arbeitsschuhe, Arbeitshandschuhe*

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